Es war schon immer mein Traum, einen weisen Hund als Freund zu haben.

Und so machte ich mich im Jahr 2005 auf die Suche nach meinem Traum.

Bei der Hundemesse auf dem Stuttgarter Killesberg wurde ich auf die Hunderasse Havaneser aufmerksam. Die drolligen Geschöpfe, welche ich dort ansehen und streicheln durfte, habe gleich mein großes Interesse geweckt. Und nachdem ich mich bei den Züchtern über die Wesensart erkundigte, stand mein Entschluß fest. So ein weiser Havaneser wird mein neuer Freund. Es dauerte nicht lange und im Internet fand ich meinen Traumhund abgebildet.

“Havaneser Welpe an liebevolle Hände abzugeben, vorzeitiges Kennenlernen der neuen Eltern unbedingt notwendig” stand unter dem Bild.

Das Bild schickte ich sofort per eMail meiner Frau Lucia. Sie war begeistert und fragte, wann wir das drollige Geschöpf bekommen. Mit Anruf bei der Züchterfamilie Raddek wurde der liebe kleine Havaneser fest bestellt. Abholen konnten wir den Hund erst in 14 Tagen, weil er gerade 6 Wochen alt war. Das waren die längsten 14 Tage in unserem Leben. Dann endlich, am 25. November 2005 fuhren wir nach Wittingen in Niedersachsen. Wir waren begeistert, der ganze Wurf – 5 kleine Havaneser waren noch da. Geburtstag war der 01. Oktober 2005, also ein Waage-Typ , wie ich.

 

Eine Handvoll Hund

Es dauerte keine 5 Minuten, da krabbelte ein Winzling direkt zu mir.  Ich nahm ihn in die Hand und wußte in diesem Augenblick, das ist mein Hund. Der Abschied von Familie Raddek fiel uns schwer, aber wir hatten noch eine lange Autofahrt nach Stuttgart vor uns. Am Abend setzte dann auch noch ein starker Schneesturm ein. Die Autobahn war total eingeschneit und es ging nur im Scheckentempo vorwärts. Wir standen stundenlang im Stau und überlegten uns, welchen Namen wir unserem Liebling geben sollten. Wir einigten uns auf den Namen Augusto, genannt nach dem römischen Kaiser. Und Augusto sollte auch unser kleine Kaiser werden. Nach 10 Stunden waren wir in Stuttgart endlich angekommen.

 

 

Endlich zu Hause

Als Begrüßungsgeschenk in seinem neuen Zuhause erhielt Augusto einen kleinen Teddybär namens Godofredo und ein Körbchen voll mit Katzen Babys. Die hatten die selbe Fellfarbe wie Augusto. Ein paar Wochen war Augusto mit Lucia alleine zu Hause in Stuttgart-Riedenberg. Er wurde dort von allen Hausbewohner liebevoll begrüßt, war auch sehr neugierig und durchsuchte jede Wohnung, wenn eine Wohnungstür mal offen stand. Als kleiner Wicht konnte er die Treppen noch nicht hochsteigen. Also wurde er getragen. Mit dem Auto fahren liebte er über alles. Schaute interessiert während der Fahrt aus dem Fenster und freute sich, wenn er von Personen, welche am Auto vorbei gingen begrüßt wurde. Augusto war immer dabei, wohin wir auch gingen. Aufsehen erregte er, wenn wir ein Restaurant betraten, mit Augusto in einer Hundetasche. “Ist der echt”, wurde oftmals gefragt. Und Kinder von den Nachbartischen kamen zu uns, um den Winzling zu gegrüßen und zu streicheln. Und weil Augusto so niedlich war, bekam er den Spitznamen Gustl.

Bald schon war Gustl groß genug, alleine die Treppen rauf und runter zu springen. Er war etwas traurig, wenn ich ins Büro fuhr und er mit Lucia zu Hause blieb. Also nahm ich ihn mit und fortan war er ein Mitglied des Personals meiner Autovermietung in Stuttgart.

 

Gustl in der Autovermietung

Die Kunden waren begeistert von Gustl. Besonders wenn Kinder dabei waren, wurde Gustl mit Streicheleinheiten ünerschüttet. Gustl begrüßte auch jeden einzelnen Kunden und saß ganz brav auf einem extra für ihn angefertigten Platz am Fenster neben dem Eingang zum Vermietbüro. Er machte auch bald Kunststücke zur Freude der Kundschaft, bellte wenn man ihn fragte “wie spricht der Hund” und zeigte gerne seine Spielsachen, welche Kunden für ihn mitbrachten. Metzger Breuning aus Möhringen holte sich ab und zu einen Transporter, vergaß aber nie für Gustl ein Stückchen Saitenwurst mitzubringen. Er war bei Gustl immer herzlich willkommen. Wenn vor dem Büro ein Auto gestartet  wurde, war Gustl total nervös. Er wollte unbedingt mitfahren. Bald schon wurde in Stuttgart meine Firma als Autovermietung mit dem weisen Hund benannt. Autofahren war seine Leidenschaft und so lag es nahe, daß er selber bald in einem kleinen Auto eines Kinder-Karusells die Runden drehte. Das Kinderkarusell hat Gustl besonders geliebt und oft saßen er neben fremden Kinder in einem Fahrzeug oder fuhr alleine, wenn gerade kein Kind mit wollte. Zu Kindern hatte Gustl eine besondere große Zuneigung und spielte gerne mit den Kindern. Die nachstehenden Bilder zeigen Gustl in Aktion.

Gustl liebt Streicheleinheiten

Gustls erste Karusellfahrt

Eine Bootsfahrt macht lustig

Motorrad mit Beiwagen

Und immer im Kreis

Bagger fahren macht Spaß

Gustl wartet auf ein Kind

Hoch auf dem gelben Wagen